Mittwoch, 21. Juli 2010

Those raindrops are falling on my head, they keep falling.


Bild viaIch rannte.Rannte weit hinaus ins Feld.
Das Gras knirschte unter meinen Füßen bei jeder Bewegung.
Ich atmete den süßlichen Geruch von warmen Sommerregen tief ein.
Ich musste schneller rennen.Meine Gedanken rasten.
"Wer?Wieso?Warum?
Egal.Nichts zählt mehr.
Das Einzige,was noch wichtig ist,bin ich."

Ich spürte den Gitarrenhals,meiner Gitarre, unter meinen Fingern.Wie sehr ich sie vermisst hatte.
Ich sprintete weiter.Tiefer,immer schneller in mein Erdbeerfeld.
Ich stürzte,spürte das Gefühl von Matsch und Rasen auf meinen Knien.
Aber ich musste weiter.Schneller.
"Nichts ist mehr wichtig.
Das hast du nicht verdient.
Nein."

Nun stand ich mitten in meinem Feld.
Viele Kilometer weit weg von zu Hause.
Endlich.
Alles um mich herum erinnerte mich an eine bessere Zeit.
Es war göttlich.Wunderschön.
Das Gras glitzerte,funkelte noch vom Morgentau.
Die Stille war so angenehm,dass sie wirklich zum Träumen einlud.
Und es fühlte sich so an,als würde der Lavendel nur zu meinem Trost blühen.
Mein Herz pochte wie wild vom Rennen.
Aber nun war ich da.Angekommen.
Ich wollte es wieder spüren.
Dieses Besondere Gefühl,welches mich immer wieder zum weinen und lachen brachte.
Ich griff nach meiner Gitarre.
Ich fühlte mich stark,befreit.
Als ich begann die einzelnen Töne meines Songs zu spielen,dachte ich über nichts mehr nach.
Es gab nur noch mich auf dieser großen,weiten Welt.
Die Töne erklangen und ich fühlte mich wie aufgelöst.
Mit den lauten Klängen meiner Gitarre zog ein Unwetter auf,aber es störte mich nicht im Geringsten.
Ich wollte den nassen Regen auf mir spüren.
Das Gefühl zog langsam auf.Ich spürte es bereits tief in mir drin.
Es begann zu regnen.Immer heftiger.Ein Sturm zog auf.
Die Regentropfen,die gleichzeitig kalt und warm waren,prasselten auf mich herab.
Der Wind spielte mit mir.Er schleuderte gezielt Regentropfen auf mich.Als ob er mir damit einen Gefallen tun würde,was er auch tat.
Ich drehte mich um mich,wie wild.
Meine hasselnussfarbende Locken tanzten mit dem Wind.
Ich schloß meine Augen und begann zu weinen.
Ich weinte,lachte,schrie im Regen und spielte auf meiner Gitarre.
Das Gefühl stieg in mir langsam auf,wie ein Vulkan,der drohte auszubrechen.
Als der letzte Ton meines Liedes erklang,spürte ich endlich dieses Gefühl.
Meine Lebensfreude.In mir herrschte die pure Freude,obwohl ich immernoch weinte.
Ich spürte mich.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Text.
    Aber hier "Ich weinte,lachte,schreite im Regen ..."
    Da heißt es anstatt 'schreite' schrie.

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  2. Danke für die Verbesserung,wurde gleich bearbeitet.:)

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