Samstag, 8. Oktober 2011



"Ich mag Ordnung. Wenn es ordentlich ist, hat man alles im Überblick. Man muss die Dinge meist nicht nocheinmal machen. Man hat alles auf einen Blick gefunden. 
Man verschwendet keine Zeit, nein, denn man hat nur Zeit gewonnen. Wenn man es richtig macht.
Und dann bist du da. Ein Mensch, welcher wie ein Wind durch mein wohl sortieren Tisch fegt.
Leise und heimlich schleichst du dich in meinen wohlsortieren Raum. Du bist nicht sichtbar, aber doch da. Das merke ich. Selbst mein Bauch warnt mich davor.
Du. Du, schwebst zart und doch voller Leidenschaft durch mein Zimmer.
Du hälst vor meinem Schreibtisch inne.
Alles ist geordnet. Bleistift zu Bleistift, Radiergummi zu Radiergummi, Unterlagen und Unterlagen.
Du wehst schnell, rapide, kräftig, männlich, nicht freundschaftlich, bärenstark und leichtfüßig über meinen Tisch.
Bleistift, Radiergummi, Unterlagen. 
Alles flattert tornadoartig, wie ein ausbrechender Orkan, wie ein Tsunami, wie ein Schneesturm.
Es fliegt.
Und das ist eine Seite an dir, welche ich niemals zuvor gekannt habe.
Es ist als würde Wasser brennen.
Als würde Luft ersticken.
Als würde Erdedurch die Lüfte baumeln.
Als würde Feuer vereisen."

Samstag, 17. September 2011

die namenslosen.

Guten Tag, meine Lieben.

Das hier wird ein, nungut, bleiben wir ausnamsweise formell - Ein Informationspost- werden.

1. Es gibt einen neuen Blog. namenslos. Ein Fotoblog. Ich weiß, ich hatte bereits einen und ja, ich habe ihn auch bereits vorgestellt, jedoch musste ich ihn einfach löschen.
Die Fotografie wird ernster. Ich entwickele mich und das ist nicht nur auf die Fotografie bezogen.
Wie ich den Blog beschreiben kann, kann ich kaum sagen, aber falls ihr euch jemals gefragt habt, wer ich überhaupt bin, was ich mache, wie mein Leben aussieht, etc. passt dieser Blog wohl ganz gut.
Das, was zum Glück in diesem Blog hier umgangen wird, ein Teil meiner Persönlichkeit, findet ihr dort.
Ich freue mich auf euch.
Lala. Die Namenslose. *KLICK*

2. Ich entwickele mich. Es folgt bald ein Post. Bald.

Samstag, 3. September 2011

... weil du immer am richtigen platz bist ...

Bild via
Düster war es. Ein schauderhaftes Gewand hatte der Himmel heute aufgelegt. Sie starrte der Himmelsdecke entgegen, während minzig frische Regentropfen ihre Lippen umgarnten. Warm und weich empfang die Zunge diese.
"Es ist romantisch. In einer kranken Art und Weise."
Die geriffelten, trauerhaften Rauchfahnen zogen Regenbögen durch die schillernen Schatten.
Ihre Schulterblätter flatterten unter dem viel zu großen Strickpulover unter, denn die Knochen waren spitz wie Engelsflügel. Eine eckelergende, familiäre Mischung aus eisigen Schweiß, Aufgebrachtheit ihrer Gefühle, der Geruch einer nassen Dogge und ihre nässedurchtränkten Schuhe schmiegte sich wie eine Umarmung durch ihren Strickpulover an ihren zerbrechlichen Körper.

Sie dachte immernoch fieberhaft nach. Ihr Hirn glich einem Rummelplatz. Überall Lichter, Gedankensprünge, Stofftierchen, welche du mit einem Geistesblitz gewinnen könntest, ...

Ihr regenschwalldurchstürmtes Angesicht war immernoch von den aufflammenden Wangen, den klaren Augen, ihre Elfenblässe und die unordentlichen, trauenderen Haarpflechte geprägt.

"Ich wünschte, dass du das sagen würdest, was immer du willst. Das Wichtigste ist, dass du etwas sagst. Die Worte. Die Buchstaben. Du sagst sie.
Sag' was du sagen musst. Sollst. Willst. Ich bleibe bei dir.
Tu, was immer du tun musst. Sollst. Willst. Selbst wenn du eine Kettenreaktion auslöst.
Tu es, löse Ergebnisse aus. Bemale die Welt! Zeig' einfach nur, dass du bist! Dass du da bist! Denn ich kann dich nicht mehr sehen.
Verletzte die Menschen, welche du niemals verletzten willst. Verletzte mich. Zeige einfach nur, dass du bist.
Sei, was du bist. Was du musst. Was du sollst. Was du willst.
Ich werde es dir nie vorwerfen. Zeige, dass du bist.
Tanze, wie du tanzt. Wie du musst. Wie du sollst. Wie du willst. Tanze, dass ich dich sehe. Zeige, dass du bist.
Nimm' was immer du nimmst. Was du nehmen musst. Sollst. Willst. Nehme es nur, und nehme es weg.
Die frischen Staubspuren zeigen es.


Nimm' alles weg. Nehme alles weg. Nimm' mich weg! Ich gebe dir alles, ich muss dir alles geben, ich soll dir alles geben, ich will dir alles geben."

Die Augen glichen nur noch zusammengezogene Falten, eine hässliche Fratze machte sich breit.
Eine matte Röte erleuchte ihre Bleichsüchtigkeit, wie eine Rose Farbe gewinnt, wenn sie aufblüht. So lieblich war sie gleichzeitig.
Die nassen Wischmoppzotteln umspielte die laue Kühle der Windschläge.
Erschaudernd wollte sie die Worte schreien. Ihre roseblassen Fingernägel verloren die Farbe, als sie Fäuste bildete. Sie spürte ihren Magen. Aufgedunsen, Belebt.
Ihre grauen Augen blitzen wie Damanten mit roten Ädern auf.

"Ich brauche immernoch deinen Schwung. Deine Reaktionen. Deine verkrümmten Hände in den Hosentaschen. Deine skruppellosen Überraschungen, wenn du mich inmitten eines Satzes geküsst hast. Ich brauche dich und ich werde immer da sein.
Und ich brauche deine Seele, denn ich bedauere ich immernoch!
.. und ich brauche dein Herz, weil du einfach immer am richtigen Platz bist."

... und sie will schreien. weinen. sich die Ohren zuhalten. um sich schlagen. sich den Finger in den Hals stecken. Und sie bleibt ruhig. Bewahrt die Contenance. Und tut nichts von all dem.