Donnerstag, 25. November 2010

Glücksmomente


Bild viaSie stapfte wütend in die Wohnung.
Jeden einzelnen ihrer Schritte hörte sich auf dem Fußboden an, wie ein grollendes Unwetter, welches bald aufzogen würde. Zerstörend. Unerwartet. Deprimiert.
Ihr Parka hing schlaff über ihren dünnen Ärmchen herab. Ihre hasselnussfarbenden Locken waren patschnass vom Regen und baumelten schlaff herab.
Sie war fertig. K.O. Der Tag war die Hölle. S
" Immer dasslebe. Es bleibt doch sowieso an mir hängen.
Sie verspotten mich. Haben sie kein eigens Leben, oder warum machen sie das Leben von anderen kaputt?
Ich will niemanden sehen!
Warum kann das niemand akzeptieren?!
Ich will nicht mit ihr Eis essen gehen,ich will auch nicht mit ihm ins Kino!
Ich will nur noch meine Ruhe haben. Ist das zu viel verlangt ?! "

Sie zog langsam ihren Parka aus. Er war eiskalt von der Regendusche geworden.
Sie fröstelte und überlegte für einen kurzen Moment ob sie sich einen Tee aufstellen sollte oder gleich ins Bett gehen sollte.
Das Mädchen stand immer noch halb im Flur. Bis ihr Blick auf die Kommode neben dem Schuhschrank fiel.
Auf der alten Kommode standen mehrere verschiedene Familienfotos.
Ihre Sicht wanderte weiter über die Fotos, bis sie an er an einem sehr alt wirkendem Foto stehen blieb.
Der Rahmen war schon sehr abgenutzt und das Bild war in schwarz - weiß gedruckt.
" Da.
Da waren wir noch vereint.
Glücklich.
Warum nur? "

Sie seufzte und strich über den verstaubten Rahmen.
Langsam bewegte sie sich in Richtung der Küche hin, wobei sie eine nasse Regenspur hinter sich ziehen lies.
Während das Mädchen versuchte sich ihre durchnässten Stiefel abzustreifen, stellte sie mit zitternden Fingern ihren Tee auf.
" Mist! Jetzt habe ich mir meine Finger verbrannt! "
Ihre Gedanken schlugen Purzelbäume.
Das Mädchen lies sich auf ihr altes Sofa fallen, welches neben ihr stand und versuchte sich mit Fernsehen abzulenken.
Sie zappte nervös durch die einzelnen Kanäle.
" Nein. Nein. Nein!
Es macht mich fertig. Ich hasse es. Warum nur?! "

Ganz langsam floss eine Träne über ihre elfenbeinfarbende Haut.
Noch eine. Und noch eine.
Ihr Gesicht war gerötet. Ihre Haare noch vom Regen zerzaust.
Ihre Klamotten waren immer noch patschnass von Regen.
So saß sie da zusammengekauert auf ihrer weichen Couch und wünschte sich, dass sie immer so da liegen und weinen könnte.
" Nein. Nein. Nein!
Ich halte es nicht mehr lange aus! "

Ihr Kopf schaltete ab. Ganz weit entfernt, in der Ferne, hörte sie leises Knirschen von den alten Dielen auf dem Boden, aber sie verbannte den Gedanken, dass noch jemand, außer sie in ihrem Haus war sehr schnell.
Ein leichter, sanfter Duft reiner Vanille, Flieder und weißer Lilien machte sich im Raum breit. Sie beobachtete wie die Regentropfen sanft an das Fenster schlugen.
Sie schmeckte den salzigen Geschmack ihrer Tränen auf ihren rosigen Lippen.
Das Mädchen beobachte immer noch die Regentropfen, bis sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte.
Sie drehte sich um und blickte in diese wunderschönen Augen. Seine Augen.
Er setzte sich zu ihr und strich ihr über die Wange.
Der junge Mann musste lächeln, als er sah, dass sie malwieder klitschnass geworden war vom Regen. Dieses unverschämt bezaubende Lächeln liebte sie.
Er küsste sie auf die Stirn.
" Es wird alles gut. " , flüsterte er ihr ins Ohr.
Er strich ihr eine Locke aus ihrem Gesicht. Sie schwiegen sich an. Ein wundervolles Schweigen. Sie liebte es.
Und da wusste sie, dass all das, was sie den Tag über durchlitten hatte mit diesem kleinen Moment ausgeglichen wurde. Ein Glücksmoment. Diese kleine Geste, die dir sagt, dass du toll bist und alles wieder gut macht. Ein Glücksmoment.

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Wichtig!
Meine Lieben, da ich nun wirklich unter Stress leide, werde ich mich nur noch einmal die Woche melden können. Vorausetzlich Samstag oder Sonntag. Ich hoffe, dass dies nicht meinen Blog stark beeinflussen lassen wird und diese Phase spätenstens gegen Ende Dezember enden wird. :)

Dienstag, 23. November 2010

.. now it's time to go..


Bild via" And afffttterrr alllll. Yoouurrr myyy wooonnnderrrwaaallll.", dröhnte der Sound aus ihrer CD Anlage.
Das Mädchen befand sich im Zimmer und starrte das CD Cover von der Oasis CD an.
Sie erinnerte sich, wie sie genau diesen Song hörte, als sie das letzte Mal mit ihrem Freund an die Nordsee gefahren ist und die beiden einfach unglaublich glücklich waren.
Das Mädchen schmunzelte.
"Mhmm. Manchmal geht doch alles gut, oder ? Manchmal gibt es doch Märchen oder ? Oder zumindest ein Happy end. Mein Happy End. Sein Happy End. Unser Happy End."
Mit diesen Gedanken ließ sie das Lied noch lauter durch ihr Zimmer strömen.
Durch das Zimmer. Durch ihren Kopf. Durch ihre Gedanken. Durch ihr Herz.
Das Mädchen schloss die Augen, entspannte sich und wollte gerade malwieder in ihre Traumwelt eintauchen, als sie das Klingeln der Haustürklingel bemerkte.
"Mhmm, wer kann das nur sein ?
Vielleicht mein Freund ?"
Als sie den Gedanken mit ihrem Freund verband konnte sie sich ein lächeln nicht verkneifen und rannte bereits zu Tür.
Sie riss sie freudestrahlend auf und sobald sie ihn sah, verwünschte und verfluchte sich selbst, dass sie doch die Tür geöffnet hatte.
Ihn. Ihr Ex.
Er, welcher sie zum Weinen gebracht hatte, als sie ihn dabei gesehen hatte, wie er sie betrogen hatte.
Er, welcher es geschafft hatte, dass es ihr eine ganze Weile lang sehr schlecht ging.
Er, welcher sie zur Verzweiflung und Zerissenheit gebracht hatte.
Er, welchen sie trotz allen, trotz, dass es ihr wegen ihm schlecht ging, geliebt hatte.
Sie war sprachlos und wusste nicht was sie machen sollte.
Ihr Herz pumpte auf einmal tausend mal schneller, da sie wirklich nicht mit ihm gerechnet hatte und sie deswegen mit Nersosität gequält wurde.
"Was ?!" entfloh ihrem lieblichen Mund, während sie in seine braunen Augen starrte.
Er schaute schnell weg, traute sich nicht in ihre Augen zu schauen.
" Hör zu". Er regte sich, wärhend diese Worte von seinen Mund herauskamen und erst jetzt bermerkte sie, dass er eine rote Rose in seiner linken Hand hielt.Sie hasste Rosen. Insbesondere rote Rosen.
"NEIN!", war ihr einzigster Gedanke.
"Nein! Nein! Oooooooohhh Nein, Freundchen! "
" Hör zu. Es war ein Fehler. Mir tut es Leid. Es war ein furchtbarer Fehler und ich hoffe, dass du mir verzeihen kannst"
Sie wusste nichts zu sagen, aber sie machte sich wirkliche Sorgen um seinen geistlichen und gesundheitlichen Zustand. Halluzinierte er, oder warum kam er auf den Gedanken, dass sie ihn immernoch wollte ?!
Sie wusste nicht, was zu tun war.
Ihr Blick lag auf der Rose, danach wandte er sich ab zu ihm.
Er sah .. dumm aus. Wirklich dumm. Wie er da so da stand mit der ernsthaften Hoffnung sie wieder zu bekommen.
Was dachte er wohl von ihr ? Dass sie ein Dackel war, welcher ihm folgen würde, da dieser Dackel keine eigene Meinung hatte und nicht für seine Meinung einstehen konnte ?
Vielleicht war sie das einmal. Sie war einmal schüchtern gewesen, aber sie hatte sich verändert, weiterentwickelt, während er immernoch derselbe erbärmliche Mensch war, welcher doch ernsthaft dachte, dass sie ihm immernoch eine Chance geben würde.
Sie war nun jemand anderes. Nicht mehr das Mädchen von neben an. Nicht mehr beeinflussbar, sondern stark. Sehr stark. Und genau das wollte sie ihm zeigen.
Er hatte in dieser Zeit seinen Hundeblick aufgesetzt. Noch erbärmlicher.
Sie beugte sich zu ihm herüber, zeigte ihm ihren wunderschön manikürierten Mittelfinger und knallte die Tür zu.
Sie konnte nur noch seinen verdatterten Blick sehen und schon war die Tür geschlossen.
Das Mädchen fühlte sich gut.Verdammt gut und stark. Sie lächelte. Nein. Sie strahlte!
Ein Lebensabschnitt war damit vollkommen abgeschlossen.
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Entschuldigt meine Lieben,dass diese Geschichte, nicht gerade meinem sonstigem Schreibnevau entspricht, aber ich komme in der letzten Zeit weder zum Bloggen noch wirklich zum Ideensammeln. Klausuren machen Stress, aber ich hoffe, dass ich alles unter einen Hut bekomme. ;)

Donnerstag, 18. November 2010

and you hope that this story never call you back


Das Mädchen stapfte mit verzogender Mine in ihr Haus. Ihre brünette Mähne war eingefallen, ihr Gesicht erschreckend bleich, ihre Kleidung bespränkelt von tausend kleinen Regentropfen, welche versuchten sich auf ihrer Kleidung zu verewigen, indem sie versuchten durch die Kleidung hindurch zu kommen. Aber da war sie nun. Zu Hause. Ein Ort, an welchem sie sich wohl fühlen sollte. Oder ?
Aber es war anders.
Anstatt wie üblich in ihr Schlafzimmer zu gehen, um sich neue Kleidung anzulegen, verschwand sie sofort im Badezimmer. Das Badeimmer war weiß gestrichen, auf dem Boden lagen mehrere Teppiche aus Stoff, in einem warmen blau, welche die weißen, kühlen Fließen, bedeckten.
Die Lampe flammte auf, als sie den Lichtschalter benutze, Licht durchflutete den kühlwirkenden Raum und ein leichtes Brummen konnte man von der Lampe aus vernehmen.
Der Raum war unpersönlich eingerichtet und wenn sie es nicht besser wüsste, würde selbst sie ausgehen, dass es sich bei dem Badezimmer um kein Badezimmer handelte, welches zu einem bewohntem Haus gehörte. Einige weiße Tischchen und Regale standen im Badezimmer, genauso war ein Waschbecken, eine Dusche, eine Toilette und eine Badewanne vorhanden.
Sie stämmte sie sich gegen den Türrahmen und musste sich am Griff der Türklinge festhalten, ehe sie vor Schwindel fallen würde.
Es roch ungewöhnlich ekelhaft nach aggressiven Reinigungsmitteln und Angst.
Die Gedanken des Mädchens schlugen Kreise, sie waren so stark, sodass es schon fast weh tat. So hart, so treffend, so ehrlich.
Sie atmete schnell und flatterhaft. Nervosität brachte sie ins Schwitzen, sodass sie bereits ganz rote Wangen hatte. Ihr Herz raste und es schien, als wollte es aus ihrem Brustkorb herausrennen. Ganz weit weg, weit fort rennen.
Das Mädchen konnte einfach nicht mehr. Sie war völlig ausgebrannt.
Um ihren Kreislauf anzukurbeln regte sie sich in Richtung Waschbecken, um so schnell wie möglich wieder Halt am Waschbeckenrand zu finden.
Kaltes Wasser floss sofort aus dem leicht angerostetem Hahn, als sie den Wasserhahn betätigte.
Sofort faltete sie ihre Hände zu einer Kule, sodass sie sich über das Waschbecken krümmte, dass Wasser in ihre Hände fließen lies und schließlich ihr Gesicht damit reinigte, aber ihr Kreislauf wurde nicht besser.
" Scheiße. Warum immer diese dumme Scheiße ?", mit diesen Gedanken richtete sie ihren Blick auf den tropfenden Wasserhahn. Tropf. Tropf. Tropf.
Je mehr Tropfen aus dem Wasserhahn kamen, desto mehr Tränen flossen auch über ihr liebliches Gesicht.
Sie war fertig, vollkommen aufgelöst. Rot, aber gleichzeitig auch erschreckend bleich war ihr Gesicht, nun.
Ihr ganzer Körper zitterte, schien ausbrechen zu wollen.
Das Mädchen bekam keine Luft mehr, verlor die Übersicht über ihre Umgebung und verlor schlussendlich auch die Wahrnehmung von verschiedenen Farben. Alles war nur noch schwarz weiß. Übelkeit und Angst überkam sie.
Unwissend versuchte sie sich noch irgendwie zu recht zu finden und etwas zu suchen, was ihr Halt bieten würde, aber es war vergebens.
Sie war ein blindes Huhn in der Falle des Lebens.
Noch mehr Übelkeit überkam sie und mit eine trockenem Würgen würgte sie ihre Nahrung wieder hoch. Das Mädchen war geschockt und zitterte noch mehr. Ein Kälteschauer überkam sie.
Ein blutiger Geschmack lag auf ihrer Zungenspitze. " .. also muss ich auch Blut erbrochen haben.."
Kaum hatte sie diesen Gedanken beendet, gab ihr Körper nach und sie fiel in Ohnmacht.



Last thoughts :
"Es gibt jetzt gerade nichts, was ich mehr begehre als die Freiheit sich zu übergeben. Hört sich merkwürdig an und das ist es auch, aber ich will es einfach. Ich will mich übergeben und alles um mich herum vergessen. Vergessen, wie mein Leben doch öfters ist.
Die Schattenseiten ausblenden und einfach nichts tun, außer das bereits Gegessene, das Verarbeitete mit einem trockenem Würgen herauszuwürgen, in Ohnmacht zu fallen und endlich Ruhe zu haben.
Ruhe vor Erinnerungen, vor dem ganzen Mist, welcher immer und immer wieder hoch kommt.
Mist, welchen man am Liebsten nie erlebt hätte.
Mist, der kommt, wenn du denkst, dass er weg ist.
Mist, welcher da ist, wenn du denkst, dass ausnahmsweise etwas richtig funktioniert.
Denn die Tatsache ist doch, dass wenn du einmal richtigen Mist erlebt hast, er immer da ist und immer da bleibt, auch wenn du ihn lengst ausgeblendet hast, kann es immer wieder da sein. Immer wieder kommen."