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Seufzend warf sie sich auf ihr großes, wohlgeformtes Bett. Es war weich und breit. Es erschien noch breiter und noch weicher, da auf der Tagesdecke liebevoll rosarote Blümchenmuster aufgestickt wurden. Diese Decke erinnerte an eine großherzige Oma, welche für ihren vergötterten En(k)(g)el, eine liebliche Decke, voller Mühe und Herzlichkeit stickte.
Das Herz des Mädchens schlug. Sehr laut. Würde sie es nicht besser wissen, würde sie davon ausgehen, dass ihr Nachbar über ihr, sich über den lauten Krach ihres Herzens beschweren würde.
Es war kühl und nur eine kleine Lampe, welche schräg von der Decke baumelte, bot ihr Licht.
IPod Stöpsel in den Ohren, dröhnten laute Bässe sie zu und ließen ihr Herz in einen anderen Rhythmus schlagen. Währenddessen der Kaffee, welcher auf den bedeutungslosem, weißem Tischschen, welches sich neben dem Bettgestellt befand, langsam an Temperatur verlor, bemerkte sie erst recht nicht, wie ihr Festnetztelefon bereits seit Stunden wie eine Tomate feuerrot aufblinkte.
Das Herz des Mädchens schlug. Sehr laut. Würde sie es nicht besser wissen, würde sie davon ausgehen, dass ihr Nachbar über ihr, sich über den lauten Krach ihres Herzens beschweren würde.
Es war kühl und nur eine kleine Lampe, welche schräg von der Decke baumelte, bot ihr Licht.
IPod Stöpsel in den Ohren, dröhnten laute Bässe sie zu und ließen ihr Herz in einen anderen Rhythmus schlagen. Währenddessen der Kaffee, welcher auf den bedeutungslosem, weißem Tischschen, welches sich neben dem Bettgestellt befand, langsam an Temperatur verlor, bemerkte sie erst recht nicht, wie ihr Festnetztelefon bereits seit Stunden wie eine Tomate feuerrot aufblinkte.
Jemand hatte sie versuchen zu erreichen, aber sie kümmerte es nicht. Alles war ihr egal. Was sollte auch schon von Bedeutung sein, wenn nichts zählt ?
Wenn es niemanden interessiert, ob du morgen aufwachst ? Wenn es niemanden stören würde, wenn du nie wieder das Haus verlassen würdest ? Wenn es niemanden scheren würde, wenn du nie gelebt hättest ? Weil nichts von Bedeutung ist. Weil alles Vergänglich ist. Und alles, was wir zurücklassen das ist, was wir getan haben. Oder nicht getan haben.
" What would you do, if you would had one more chance ? Please, please, tell me, what would you do ? What if ? What if ? What if ?" Das war der Sound, welcher ihr bereits seit 24 Stunden durch den Kopf schoß. Der Sound, welcher ihr Herz berühte und zum Aufglühen brachte. Das Einzigste, was ihr noch Hoffnung gab.
Das Mädchen richtete sich hastig, halbwegs auf, um sich an einen ihrer bleichen, kühlen Bettstangen zu umklammern. Sie sah müde aus. Ihre Haut war ebenmäßig, aber so bleich, dass man sie für ein Gespenst halten könnte. Unter ihren Augen machten sich dicke Schatten breit, was den "Gespenster Effekt", nur noch verstärkte.
Kühles Neonlicht brachte sie zum Frösteln, sodass sie ihre Beine an ihren Körper zog und die Musik noch lauter aufdrehte.Das Mädchen richtete sich hastig, halbwegs auf, um sich an einen ihrer bleichen, kühlen Bettstangen zu umklammern. Sie sah müde aus. Ihre Haut war ebenmäßig, aber so bleich, dass man sie für ein Gespenst halten könnte. Unter ihren Augen machten sich dicke Schatten breit, was den "Gespenster Effekt", nur noch verstärkte.
Stumm und still betrachtete sie lautlos die Decke ihres Zimmers.Sie war weiß und hell.
"Scheiße. Scheiße.
Scheiße. Scheiße.
Du bist perfekt. Sagen sie.
Du bist gefühlslos. Sagen sie.
Du bist angestlos. Sagen sie.
Sie sagen es, weil sie Recht haben. Oder es denken.
Weil niemand von ihnen weiß, warum es so aussieht, wie es in dazu gekommen ist. Was soll das ?
Wollt ihr es nicht sehen ? Könnt ihr es nicht sagen ? Könnt ihr es nicht sehen ?
.. weil Schwächen zurücktreten, wenn man die Stärken betont, nicht wahr ?"
Sie sah aus wie eine Puppe, welche einfach nur da lag und nichts tut. In ihrem Augen lag kein Glanz, kein Leben, keine Freude, aber auch keine Trauer. Nada. Nichts.
" Licht ist schlecht. Sehr schlecht. Du kannst Dinge sehen. Dinge, welche du nicht sehen willst. Die Dunkelheit ist gut. Sie bietet Sicherheit vor der Realität."
Es war bereits Abend geworden und die Rollläden, welche sie eigentlich hätte herunter ziehen sollte, funkelten sie böse an, als würden sie sagen wollen "Schieb uns herunter! Nicht, dass dich noch jemand durch das Fenster sieht." Aber sie blieb faul und belanglos. Es kümmerte sie nicht.
Das Mädchen starrte in die endlose Dunkelheit und wartete nur noch darauf, dass sie von ihr aufgefressen wurde. Ein Kälteschauer durch zuckte sie.
Mit Gänsehaut kugelte sich das Wesen hastig von ihrem Bett, warf sich auf den Boden und vollstreckte, nicht gerade elegant, eine Drehung, sodass sie nun vor ihrem Bett kniete. Das Licht der Lampe zitterte.
Dieses Mädchen hatte gerade erst ihren Geburtstag hinter sich. Sie war weder jung, noch alt. Und trotzdem hatte sie bereits viel in ihrem Leben geprägt. Abdrücke, Spuren hinterlassen.
"Als ob ein Kind mit den Füßen Spuren in den Sand malt. Als ob es nicht wüsste, was es tat. Als ob es nicht sein Leben wäre.", flüsterte das Ding.
Da saß sie nun immernoch vor ihrem Bettchen, als ob sie ein ahnungsloses Kind wäre und beten würde. Aber das tat sie nicht.
In ihren Gedanken malte sie Kreise auf die rosageblümete Bettwäsche.
" Es hat doch sowieso keinen Sinn. Früher oder später mache ich es sowieso. Worauf noch warten ?"
Was niemand, wirklich niemand wusste war, dass dieses Mädchen still und heimlich sich eine Sammlung zu gelegt hatte. Eine ganz spezielle Sammlung. Etwas, was nur ihr gehörte.
Eine kleine Kiste war es. Unschuldig in weiß gehüllt. Obwohl diese Kiste in der hintersten Ecke unter ihrem Bett lag, hatte sie niemals Staub angesetzt und würde das auch nie tun.
Das Mädchen betrachtete tagtäglich ihre Sammlung. Auch wenn es sie tötete. Und sie war sich dessen wohl bewusst. Die Flamme der Lampe flimmerte immer stärker und stärker.
Vorsichtig bog sie sich herunter, verkrümmte ihren Rücken, sodass dieser sich zu einer flexible Sichel formte, welcher schwungvoll unter ihr Bett bog und mit leicht zerzaustem Haar und einer weißen Schachtel in der linken Hand, wieder hervor kam.
Leicht holprig schmiss sie sich wieder auf ihr Bett.
Sie öffnete den Karton vorsichtig und erblickte ein Stück Papier. Es war ihre Sammlung, ihre Liste, ihr Leben.
Das Stück Papier war sorgfältig aufgehoben worden, sodass es kein Knick, kein Eselsohr, rein gar nichts hatte!
In krakeliger Schrift stand als Überschrift "Gründe". Nicht gerade vielsagend, aber etwas Besseres viel ihr zu dem Zeitpunkt, als sie die Liste erstellte nicht ein.
Diese Liste war bereits lang. Ihre Augäpfel fuhren die einzelnen Nummerierungen nach und überflogen die Liste kurz.
Es war nicht etwas Unbedeutendes wie eine Einkaufsliste. Es war keine To-Do Liste. Keine Pro/Kontra Liste. Keine Liste,in welche du kurz führst, um einen Überblick zu erhalten und sie danach wieder wegschmeißt.
Es war die Liste ihres Lebens. Eine Liste über ihre Taten. Diese Liste hatte bereits 276 Einträge. Und heute würde sie einen neuen Hinzufügen.
Es war eine Liste mit 276 Gründe sich selbst zu hassen.
Sie war sorgsam geführt, obwohl das Mädchen nicht jeden Tag einen neuen Eintrag machte.
An einem Eintrag hielten ihre Augen still und lasen ihn ganz durch.
56. Grund. - Ich bin dumm.
Ich bin dumm, weil ich dumm bin. Weil es nichts Dümmeres, als mich gibt.
Das wissen alle. Selbst meine Eltern.
"'... obwohl es bereits Jahre her ist.",verachtete sie sich selbst.
" Sie meinten es nur gut. Glaube ich. Er .. er war gestresst. Und ich hätte ihm nicht bei der Arbeit stören sollen. ", wimmerte sie zimperlich.
"Er, nein Er war gestresst.", drückte sie sich ernsthafter aus.
" Ich hätte ihn nicht stören sollen und obwohl ich erst 10 war, bereue ich es immernoch. Es war, nein, es ist meine Schuld.
Er.. er war im Recht, als er mich an schrie."
Das, was wirklich geschah, hatte sie nicht verarbeitet. Hatte sie nie verdauen können.
Wie auch, wenn der eigne Vater, einen anschreit, dass man doch endlich die Barbiepuppe weglegen soll und man erwachsen werden soll .. ?
.. und ab diesen Zeitpunkt war sie auch erwachsen. Ob es ihr gefiel oder nicht. Auch wenn er sich anschließend entschuldigt hat..
Die Lichtquelle flackerte immer stärker. Fast als wäre es eine Kerze, welche nur noch darauf wartete, dass der Docht komplett abbrannte und das Licht schlussendlich erlosch.
Sie sprach, geschweigeden dachte sie gerne an solche Themen gerne und meistens war sie erstaunlich erfolgreich Dinge zu unterdrücken, an welche sie nicht gerne dachte. Nicht jetzt.
Die Glühbirne brannte komplett durch und das Zimmer verdunkelte sich schlagartig.
" Licht ist schlecht. Sehr schlecht. Du kannst Dinge sehen. Dinge, welche du nicht sehen willst. Die Dunkelheit ist gut. Sie bietet Sicherheit vor der Realität. Aber manchmal kannst du selbst Dinge in der Dunkelheit sehen. Dinge, welche du nicht sehen willst..."
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Nicht wundern :Der Grund, warum in dieser Geschichte die Gefühle nicht herausgearbeitet werden, ist, dass in dieser Geschichte keine existieren.


